Schwangerschaftsvorsorge

Bereits vor 100 Jahren gab es eine Betreuung von Schwangeren zum Zwecke der Vorsorge.

Heute wird die Vorsorge nach den Mutterschaftsrichtlinien vorgenommen. Diese umfasst:

  • das Screening, also die Überwachung des Gesundheitszustandes durch regelmäßige Untersuchungen, die im Mutterpass dokumentiert werden,
  • die Diagnostik und Therapie, also die individuelle Untersuchung je nach Risiko der Schwangeren mit dem Ziel rechtzeitiger Behandlung bei möglicherweise auftretenden Problemen sowie
  • das Informieren und Beraten der schwangeren Frau über ihren Zustand und den ihres Kindes.

Zudem schafft das offene Gespräch ein Vertrauensverhältnis der werdenen Mutter zur betreuenden Hebamme.

Die Vorsorgeuntersuchungen laut Mutterschaftsrichtlinien umfassen:

  • Gewichtskontrolle der Frau
  • Blutdruckmessung
  • Urinuntersuchung (bes. Eiweiß und Zucker)
  • Kontrolle des Standes der Gebärmutter
  • Feststellung der Lage des Kindes
  • Stellung und Haltung des Kindes
  • Kontrolle der kindlichen Herztöne mittels CTG
  • allgemeine Beratung der Schwangeren
  • Blutuntersuchung
  • Dokumentation im Mutterpass
  • vaginale Untersuchung

Jede Schwangere hat einen gesetzlichen Anspruch auf diese ausreichende medizinische Untersuchung und Beratung. Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen bzw. bei privaten Versicherten von den Privatkrankenkassen übernommen.

Die Schwangerenvorsorge wird vom Gynäkologen oder durch die Hebamme entsprechend der Mutterschaftsrichtlinien durchgeführt.

Die Pränataldiagnostik sowie die Ultraschallscreenings sind dabei ärztliche Aufgaben.